Kassensystem für den Gastgarten: Tisch-Splitting, Trinkgeld und Küchenbons in der Sommersaison

Tisch-Splitting, Trinkgeld bar und mit Karte, Küchenbons und Tagesabschluss: Diese Kassenfunktionen entlasten Gastronomiebetriebe in der Sommersaison – mit Checkliste.

BD
  • Bahram Davoodi
am Samstag, 18. Juli 2026
Teilen:LinkedInXWhatsAppE-Mail
Kassensystem für den Gastgarten: Tisch-Splitting, Trinkgeld und Küchenbons in der Sommersaison

Ein voller Gastgarten ist das schönste Zeichen eines erfolgreichen Sommers – und gleichzeitig einer der härtesten Belastungstests für Service, Küche und Registrierkasse.

Mehrere Tische bestellen gleichzeitig, Gäste möchten getrennt zahlen, Trinkgeld wird bar oder mit Karte gegeben und Bestellungen müssen ohne Verzögerung an Küche und Schank weitergeleitet werden. Gerade in den Stoßzeiten zeigt sich, ob ein Kassensystem das Team wirklich entlastet oder zusätzliche Arbeit verursacht.

In diesem Beitrag erfahren Sie, welche Kassenfunktionen Gastronomiebetriebe in Österreich während der Sommersaison besonders unterstützen und wie sich typische Abläufe im Gastgarten effizienter gestalten lassen.

Stoßzeiten: Warum der Sommer die Kasse besonders fordert

Zwischen 12 und 14 Uhr sowie am Abend laufen im Gastgarten viele Prozesse gleichzeitig: Neue Tische werden aufgenommen, weitere Getränke bestellt, Sonderwünsche weitergegeben und Rechnungen vorbereitet.

Jeder zusätzliche Handgriff kostet in dieser Situation Zeit. Wenn das Serviceteam häufig zwischen Gastgarten, Schank und Kasse wechseln muss, können Wartezeiten und Fehler entstehen.

Hilfreich ist deshalb ein Kassensystem, das:

  • Bestellungen direkt am Tisch ermöglicht,
  • den Tischplan übersichtlich nach Innenbereich, Terrasse oder Gastgarten gliedert,
  • häufig verkaufte Artikel als Schnellwahltasten bereitstellt,
  • und Bestellungen automatisch an die richtige Zubereitungsstation weiterleitet.

So bleibt der Bestellvorgang auch dann übersichtlich, wenn mehrere Tische gleichzeitig bestellen oder zahlen möchten.

Tisch-Splitting: Getrennte Rechnungen ohne unnötige Wartezeit

„Wir zahlen getrennt“ gehört in vielen Gastronomiebetrieben zum Alltag. Besonders bei größeren Gruppen muss das Aufteilen der Rechnung schnell und nachvollziehbar funktionieren.

Ein modernes Kassensystem sollte unterschiedliche Varianten unterstützen:

  • einzelne Artikel einer Person zuordnen,
  • gemeinsame Positionen auf mehrere Gäste aufteilen,
  • den Gesamtbetrag gleichmäßig teilen,
  • Bar- und Kartenzahlungen innerhalb eines Tisches kombinieren,
  • und mehrere Teilzahlungen sauber dokumentieren.

Werden Positionen tatsächlich auf mehrere getrennte Rechnungen verteilt, sollte das Kassensystem daraus korrekte und nachvollziehbare Belege erstellen. Auch eine gemeinsame Tischrechnung, die von mehreren Gästen bezahlt wird, muss im System eindeutig und vollständig abgebildet werden.

Wichtig ist, dass das Serviceteam Positionen nicht manuell löschen, neu bonieren oder umständlich zwischen Rechnungen verschieben muss.

Trinkgeld transparent erfassen – bar und mit Karte

Trinkgeld wird heute nicht mehr ausschließlich bar gegeben. Bei Kartenzahlungen können Gäste den gewünschten Betrag häufig direkt am Terminal auswählen oder vom Serviceteam erfassen lassen.

Für einen transparenten Kassenabschluss empfiehlt es sich, Trinkgeld getrennt vom regulären Umsatz zu dokumentieren. Dadurch lässt sich später nachvollziehen:

  • wie viel Trinkgeld bar gegeben wurde,
  • welcher Betrag über Kartenzahlung eingegangen ist,
  • wie das Trinkgeld im Team verteilt wird,
  • und welche Beträge für Lohnverrechnung und Steuerberatung relevant sind.

Gerade seit den österreichweit einheitlicheren Trinkgeldregelungen ab 2026 sollten Gastronomiebetriebe gemeinsam mit ihrer Steuerberatung oder Lohnverrechnung einen klaren internen Ablauf festlegen.

Ein geeignetes Kassensystem unterstützt diese Abläufe, ohne Trinkgeld mit dem eigentlichen Waren- oder Leistungsumsatz zu vermischen.

Küche und Schank: Bestellungen ohne Zuruf oder Papierchaos

Je größer der Gastgarten, desto länger sind die Wege zwischen Service, Küche und Schank. Werden Bestellungen mündlich weitergegeben oder auf handgeschriebenen Zetteln notiert, steigt das Risiko für Missverständnisse und Verzögerungen.

Die direkte Weiterleitung aus der Kasse kann hier deutlich entlasten. Je nach Betrieb können Bestellungen an unterschiedliche Stationen geschickt werden, beispielsweise:

  • Speisen an den Küchendrucker oder Küchenmonitor,
  • Getränke an die Schank,
  • Desserts an eine eigene Station,
  • oder bestimmte Produktgruppen an einen separaten Arbeitsbereich.

Neben Tisch- und Bestellnummer sollten auch Gangfolge, Mengen und Sonderwünsche eindeutig übermittelt werden.

So bleibt das Serviceteam länger bei den Gästen und muss weniger Zeit zwischen Gastgarten, Tresen und Küche verbringen.

Der Tagesabschluss nach einem langen Sommertag

Nach dem letzten Gast sollte der Tagesabschluss möglichst klar und strukturiert ablaufen.

Dazu gehören in vielen Betrieben:

  • Bargeld zählen,
  • Kartenzahlungen abgleichen,
  • Trinkgelder erfassen oder für die spätere Verteilung vorbereiten,
  • mögliche Differenzen prüfen,
  • und den Tagesabschluss beziehungsweise Z-Bon erstellen.

Ein Kassensystem, das Barumsätze, Kartenzahlungen, Gutscheine und Trinkgeld getrennt ausweist, kann diesen Ablauf deutlich verkürzen.

Die Daten stehen anschließend strukturiert für Berichte, Exporte oder die weitere Verarbeitung durch Buchhaltung und Steuerberatung bereit. Dadurch reduziert sich der Aufwand für manuelle Übertragungen und nachträgliche Korrekturen.

Checkliste für die Hochsaison

Vor Beginn der Sommersaison sollten Gastronomiebetriebe ihre wichtigsten Kassenabläufe einmal vollständig prüfen:

  • Schnellwahltasten für häufig verkaufte Sommerartikel einrichten
  • Gastgarten-Bereiche und Tischpläne aktualisieren
  • Tisch-Splitting und Teilzahlungen mit dem Team testen
  • Bar- und Kartentrinkgeld eindeutig erfassen
  • Küchen- und Schankbons auf richtige Zuordnung prüfen
  • Gangfolge und Sonderwünsche testen
  • Zuständigkeiten für den Tagesabschluss festlegen
  • Kartenterminal und Registrierkasse auf korrekte Abstimmung prüfen
  • Ersatzpapier und Verbrauchsmaterial für Drucker bereithalten
  • Team für Stoßzeiten und typische Sonderfälle schulen

Fazit

Die Sommersaison verzeiht keine komplizierten oder unklaren Abläufe. Wenn Tisch-Splitting, Trinkgeld, Küchenkommunikation und Tagesabschluss sauber in der Registrierkasse abgebildet werden, kann das Serviceteam mehr Gäste mit weniger Stress bedienen.

Gleichzeitig werden Zahlungen, Belege und Abschlussdaten nachvollziehbar dokumentiert – ein wichtiger Vorteil für den laufenden Betrieb und die spätere Buchhaltung.

Mit Lonio lassen sich zentrale Abläufe in Gastronomiebetrieben übersichtlich und flexibel abbilden. Möchten Sie Tisch-Splitting, Trinkgeld, Küchenbons und Tagesabschluss in Ihrem Betrieb einfacher organisieren? In einem kostenlosen Erstgespräch zeigen wir Ihnen, wie sich Ihre bestehenden Abläufe mit Lonio umsetzen lassen.

Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung. Für verbindliche Auskünfte wenden Sie sich bitte an Ihre Steuerberatung oder die zuständige Behörde.

Bereit, Ihre Kasse zu modernisieren?

Sehen Sie in einem kostenlosen Gespräch, wie Lonio zu Ihrem Betrieb passt – ohne Verpflichtung.